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Die wichtigsten Infos rund um Schwangerschaft und Corona-Virus

Liebe werdenden Eltern, liebe Patientinnen,
 
besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen.
Wir alle werden täglich über die Gesundheitsämter und aus der Presse darüber informiert, wie der Stand bezüglich der Coronavirusinfektion (COVID-19) ist und welche Verhaltensmaßnahmen unsererseits zu treffen sind. Durch die rasante Ausbreitung in anderen Ländern haben wir gelernt, dass es wichtig ist, die Verbreitung zu verlangsamen, damit wir Teams aus dem Gesundheitssystem eine Chance haben, alle erkrankten Patienten behandeln zu können. 

Als eine der Maßnahmen ist das Einschränken von sozialen Kontakten ganz wichtig. In der Klinik haben wir versucht es gemäß den Vorgaben der Regierung entsprechend umzusetzen:
  • Operationen, die aufgeschoben werden können, sollten aktuell nicht durchgeführt werden (haben Sie Zweifel ob Sie dazu gehören, dann kontaktieren Sie uns)
  • Die Besucherzahlen müssen gesenkt werden. Für uns auf der Wochenstation heißt dies, dass nur noch eine Person als Besuch kommen darf und das auch möglichst über einen kurzen Zeitraum.
  • Gesünde Väter dürfen bei der Geburt anwesend sein.
  • Geschwisterkinder und Großeltern sollten das Krankenhaus aktuell nicht betreten.
  • In der Elternschule laufen aktuell keine Kurse mehr.
  • Der Infomationsabend für werdende Eltern ist bis auf weiteres ausgesetzt. Nutzen Sie gerne die Internetpräsentation um sich einen Eindruck von uns zu verschaffen und natürlich unsere 360 Grad Aufnahmen von unseren Räumlichkeiten wie Kreißsaal, Stationen, Elternschule usw.
Bezüglich Corona und Schwangerschaft haben wir die wichtigsten Fragen mit Antworten zusammengestellt.

Sollten wichtige Fragen offengeblieben sein oder gibt es etwas, dass Sie unbedingt geklärt haben möchten, dann wenden Sie sich bitte unter der Nummer 02166 394-3244 an unsere Frauenarzt-Hotline, die von montags bis freitags von 14:00 - 15:00 Uhr zur Verfügung steht.
 
Ihr Team aus dem Elisabeth-Krankenhaus, wir sind für Sie da!
 

Die wichtigsten Fragen rund um Corona 

Bin ich als Schwangere durch das Coronavirus gefährdeter als andere Frauen?
Nein -  Aufgrund der aktuell vorliegenden Daten wissen wir, dass Schwangere durch den Virus nicht stärker gefährdet sind als andere Patienten, denkbar ist eine Problematik bei den bereits vorerkrankten Frauen. Die allermeisten Schwangeren werden nur leichte oder mittelschwere Symptome haben, wenn Sie durch Corona infiziert sind.

Was passiert mit meinem Baby, wenn eine Infektion diagnostiziert wird?
Bislang zeigt sich kein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder Fehlbildung, eine Übertragung von der Mutter zum Kind konnte bislang nicht gefunden werden. Es gibt aktuell 20 beschriebene Fälle, allesamt in China. Weder bei Mutter noch Kind zeigten sich Auffälligkeiten.

Wie verringere ich mein Risiko an Corona zu erkranken?
Waschen Sie sich häufig und lange genug die Hände, vermeiden Sie alle vermeidbaren Sozialkontakte.
Weitere Tipps finden Sie auch unter:   
Bundesgesundheitsministerium Infos zu Corona
Infektionsschutz
Infektionsschutz - Hygienetipps

Was muss ich einer Reise beachten?
Bei einer Reise informieren Sie sich bitte über das Auswärtige Amt tagesaktuell, da sich die Empfehlungen momentan täglich ändern. Grundsätzlich sollte man Abstand von Mitreisenden halten, wenn Sie mit Bus oder Bahn reisen. Klären Sie vor Antritt Ihrer Reise, ob ihre Versicherung die Geburt und Betreuung vom Baby im Ausland mit einschließt.
 
Wie gehe ich vor, wenn ich Kontakt zu einer Corona positiv getesteten Person hatte?
Eine Infektion äußert sich in grippeähnlichen Symptomen wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen, Abgeschlagenheit. Aber auch Kopfschmerzen, Durchfall und Gliederschmerzen können Symptome sein. Solange Sie keine Symptome haben, braucht man nicht auf Corona zu testen. Nach aktuellen Vorgaben sollten sie 14 Tage in häusliche Isolation gehen. Informieren Sie Ihren Frauenarzt und das Gesundheitsamt. Alternativ rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel: 116117). Meiden Sie soziale Kontakte und halten sich an die Vorgaben vom Robert-Koch-Institut.
 
Was passiert, wenn ich positiv auf Corona getestet bin?
Informieren Sie ihren Frauenarzt telefonisch darüber. Wenn Sie nur leichte Symptome haben und keiner Risikogruppe angehören, dann können Sie Zuhause ihren Infekt in Absprache mit Ihrem Hausarzt auskurieren. Haben Sie schwere Symptome, dann wenden Sie sich an die Klinik, in der Schwangerschaft an ein Perinatalzentrum.

Wer wird isoliert?
Wenn Sie Kontakt zur einer Person hatten, bei der Corona diagnostiziert wurde.
Wenn Sie aus einen Risikogebiet nach Deutschland kommen, die Länder entnehmen Sie bitte der Tagespresse.
Wenn Sie Symptome haben, mit denen Sie einen Grund haben auf Corona getestet zu werden und Sie auf ihr Ergebnis warten.
Wenn Sie positiv auf Corona getestet sind und Ihnen empfohlen wird sich zu Hause zu erholen.
 
Wann wird die Isolierung aufgehoben und kann aus dem Krankenhaus entlassen werden?
mindestens 48 h Fieberfreiheit
mindestens 24 h Symptomfreiheit
sowie 2 negative Abstriche innerhalb von 24 h aus dem Mund-Rachen-Raum
 

Was heißt die Aufforderung zur Isolation?
Robert-Bosch-Institut - Neuartiges zum Coronavirus

Zusammengefasst heißt die Empfehlung:

Nicht zur Schule oder zur Arbeit zu gehen
Keine öffentlichen Verkehrsmittel, bleiben Sie Zuhause, empfangen Sie keinen Besuch
Lüften Sie die Räume regelmäßig
Halten Sie Abstand zu anderen Familienmitgliedern, nutzen Sie keine Sachen gemeinsam (Gläser, Handtücher, Geschirr……) und essen sie zu unterschiedlichen Zeiten
Bitten Sie Ihre Freunde und Nachbarn, Sie mit Lebensmitteln zu versorgen, ohne Kontakt mit Ihnen zu haben.

Kann/Soll ich zum Frauenarzt gehen?
Sie sollten Ihren Frauenarzt telefonisch informieren, dass Sie in Isolation sind. Die allermeisten Vorsorgen lassen sich problemlos um 2 Wochen verschieben, ohne dass Schaden für Mutter oder Kind entsteht.
Betreten Sie auf keinen Fall die Praxis oder das Krankenhaus ohne Vorankündigung und entsprechende Vorbereitung.

Wo kann ich mein Kind entbinden, wenn ich eine vermutete oder bestätigte Infektion habe?
Sie sollten auf jeden Fall in einer Klinik entbinden, da eine kontinuierliche Überwachung des Kindes notwendig ist. Eine angeschlossene Kinderklinik ist anzuraten.
Wählen Sie eine Klinik, die sich für Ihren Umkreis auf die Behandlung von Schwangeren vorbereitet hat, meist sind dies die Perinatalzentren.

Wird sich Isolation oder Infektion auf die Geburt auswirken?
Es gibt aktuell keine Empfehlung, dass nicht vaginal entbunden werden kann. Wie bei allen akuten Erkrankungen ist die Entscheidung von Ihrem aktuellen Gesundheitszustand abhängig und wird im Einzelfall entschieden, um für Mutter und Kind den optimalen Weg zu finden.
Es spricht nichts gegen eine PDA, auf die Verwendung von Lachgas muss bei Atemwegsinfektionen verzichtet werden.

Was passiert, wenn Sie in der Isolationszeit Wehen bekommen?
Informieren Sie uns telefonisch über die 02166/3942217 und wir werden Sie alles Weitere besprechen. Kommen Sie bitte nicht ohne Vorankündigung.

Wird Corona an das Baby übertragen?
Die vorliegenden Daten konnten bislang keine Übertragung im Mutterleib zeigen.

Wird das Baby getestet?
Ja, wenn Sie in Isolation sind oder eine bestätigte Infektion haben.

Bleiben Mutter und Kind zusammen?
Ja, solange kein sehr schwerer Verlauf vorliegt, bleiben Mutter und Kind zusammen. Hygienemaßnahmen sollen und müssen eingehalten werden. Aktuell wird empfohlen einen Mundschutz zu tragen, wenn mit dem Baby
gekuschelt wird.

Kann ich stillen?
Auf jeden Fall sollten Sie stillen, die Vorteile des Stillens überwiegen ganz klar dem des potentiellen Übertragungsrisikos. Sie sollten die Hygienemaßnahmen einhalten und mit Mundschutz stillen.
Sollte die Mutter so schwer erkrankt sein, dass sie nicht selber stillen kann, dann wird zum Abpumpen geraten und auch zum verfüttern an das Kind.
 
Stillen bei Neuinfektion nach der Geburt?
Auch hier sollten Sie auf jeden Fall weiter stillen.

Muss ich beim Füttern von Milchnahrung etwas beachten?
Auch hier sollten sie einen Mundschutz tragen, wenn sie das Baby im Arm haben. Halten Sie sich bitte strikt an die Sterilisationsrichtlininen bei der Flaschenreinigung.

Quelle: Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), RKI

Kontakt

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt
Klinik für Frauenheilkunde & Geburtshilfe
Hubertusstraße 100
41239 Mönchengladbach
Telefon 02166 394-2201
Telefax 02166 394-2719
E-Mail: frauenklinik@sk-mg.de

Fragen zu Corona & Schwangerschaft

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