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Die wichtigsten Infos rund um Schwangerschaft und Corona-Virus

Liebe werdenden Eltern, liebe Patientinnen,
 
besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen.
 
Seit über einem Jahr ist Corona nun ein stetiger Begleiter in unserem Leben und somit auch in unserer Klinik.
Die Zahlen an denen wir uns orientieren haben sich stetig geändert und nun sind nicht mehr die Inzidenzen die ausschlaggebenden, sondern die Zahl der Patienten, die schwer erkrankt in der Klinik liegen. Dennoch sind wir in der Geburtshilfe in einer ganz besonderen Situation. Viele unserer werdenden Mütter sind bislang nicht geimpft und tragen unter der Geburt natürlich keinen Mundschutz. Damit sind wir als Personal der MKK, trotz meist vorliegendem doppeltem Impfstatus, anders dem Virus ausgesetzt als andere Fachrichtungen. Einige Einschränkungen und Voraussetzungen sind daher für uns wichtig, damit wir sie weiter optimal versorgen können:
    • Die Besucher sind nach wie vor auf eine Person pro Tag beschränkt. Diese Person muss eines der 3Gs nachweisen.
    • Die Besuchszeit ist auf 11:00-19:00 Uhr begrenzt. Geschwisterkinder sind leider als nicht geimpfte Personen aktuell nicht erlaubt.
    • Familienzimmer sind weiterhin möglich. Wenn sie als Partner ein Familienzimmer beziehen, sind sie in der Klinik aufgenommen und bekommen unabhängig vom Impfstatus einen Schnelltest. Sie dürfen, wenn Sie bei uns eingecheckt haben, nicht mehr über Tag arbeiten fahren, sondern müssen bei uns vor Ort bleiben.
    • Patientinnen, die einen Termin in einer unserer Sprechstunden haben werden gebeten einen gültigen, zertifizierten Test mitzubringen. Die Partner dürfen unter der Bedingungen der 3G bei der Sprechstunde anwesend sein.
    • werdende Mütter mit Geburtsbeginn oder bei akuten Beschwerden dürfen sich jederzeit ohne aktuellen Test bei uns vorstellen, die Testung nehmen wir dann bei uns vor.
    • Gesunde Väter mit 3G Nachweis können natürlich bei der Geburt (sobald die werdende Mutter im Kreißsaal ist) dabei sein.
    • Der Infoabend, findet bis auf weiteres nicht vor Ort statt. Es erscheint uns zu gefährlich, so viele umgeimpfte Menschen an einem Ort zusammen kommen zu lassen. Einmal im Monat findet ein Eli-Talk statt, der live Fragen beantwortet und die Situation und Abläufe in der Klinik für Sie erklärt. Für einen Einblick in die Räumlichkeiten schauen Sie sich das Video zur Kreißsaalführung und die Fotos an. Außerdem besteht die Möglichkeit sich das Krankenhaus (speziell auch im Bereich der Mutter-Kind-Klinik) per 360 Grad Aufnahmen anzuschauen.
    • Die Elternschule hat wieder angefangen und es gibt verschiedene Angebote, auch vor Ort. Auch hier gilt der 3G Nachweis als „Eintrittskarte“.
Bezüglich Corona und Schwangerschaft haben wir die wichtigsten Fragen mit Antworten zusammengestellt. Sollten wichtige Fragen offengeblieben sein oder gibt es etwas, dass Sie unbedingt geklärt haben möchten, dann wenden Sie sich bitte unter der Nummer 02166 394-3244 an unsere Frauenarzt-Hotline, die von montags bis freitags von 14:00 - 15:00 Uhr zur Verfügung steht. Ihr Team aus dem Elisabeth-Krankenhaus, wir sind für Sie da!
 

Die wichtigsten Fragen rund um Corona 

Bin ich als Schwangere durch das Coronavirus gefährdeter als andere Frauen?
Ja - Zunächst hatte man den Eindruck, dass Corona für die schwangeren Frauen keine besondere Gefahr darstellt. Dies muss leider über die Zeit mit Auswertung von vielen Studien relativiert werden: Als Schwangere ist man nicht gefährdeter an Corona zu erkranken, aber das Risiko einen schweren Verlauf zu haben ist um das 3 fache erhöht.
 
Kann ich mich schützen?
Ja - man kann sich schützen, in dem man möglichst wenig Kontakte hat.  Hat man schon ein Kind Zuhause, welches vielleicht die KiTA besucht, so ist dieses kaum möglich.
Seit dem 16.9. hat die STIKO die Impfung für Schwangere ab dem 2. Trimenon zugelassen. Dies bietet den allerbesten Schutz vor einer schweren Infkektion.
 
Soll ich mich impfen lassen?
Wir empfehlen allen Schwangeren ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel eine Impfung. Hier kommt meist Biontech aber auch Moderna in Frage.
Studien aus den USA und Israel haben gezeigt, dass es einen guten Schutz für die Schwangere gibt. Die Rate der Nebenwirkungen ist nicht anders als bei Nichtschwangeren.

Neben dem Schutz für die Schwangerschaft, bietet die Impfung auch einen Schutz für das Kind. Die von der Mutter gebildeten Antikörpern (IgG) kommen so schon über die Nabelschnur zum ungeborenen und bieten damit den sogenannten Nestschutz über die ersten Monate der Geburt hinaus. Des weiteren bekommen die Kinder, die gestillt werden, Antikörper über die Muttermilch (IgA) und haben so in der Phase der Stillzeit einen zusätzlichen guten Schutz.

Wir machen uns diesen Effekt durch die Keuchhusten-Impfung (Pertussis) schon lange zu nutze um die Kinder zu schützen.
 
Wann muss ich mit einer Coronainfektion ins Krankenhaus ?
Die meisten Coronainfektionen laufen ohne Probleme ab, oft als zufälliger Befund im Rahmen einer Testung. Sollten Sie richtig krank sein und anhaltend Fieber oder Luftnot haben, sollten Sie sich in eine Klinik begeben.
 
Was passiert wenn ich in der Isolationszeit oder Quarantäne Wehen bekomme oder wegen eines anderen Problems in die Klinik muss?
In diesem Fall informieren Sie uns bitte telefonisch unter 02166/3942217 oder -2218, dass Sie kommen möchten. Wir sagen Ihnen dann wo wir Sie in Empfang nehmen. Bitte kommen Sie nicht ohne Vorankündigung. Ebenso wenn Sie einen Rettungswagen brauchen informieren und schützen Sie damit das Team, dass Sie sicher in die Klinik bringt.

Wird das Baby getestet?
Inzwischen haben wir viele Babies Covid positiver Mütter getestet und keines mit einer Infektion gefunden. Keines der Kinder war krank, daher wird nicht routinemäßig getestet.

Bleiben Mutter und Kind zusammen?
Ja, solange kein schwerer Verlauf vorliegt, bleiben Mutter und Kind zusammen. Wir erklären Ihnen welche besonderen Hygienemaßnahmen notwendig sind. Aktuell wird empfohlen eine Nase-Mund-Schutz zu tragen wenn gekuschelt oder gestillt wird.

Kann ich stillen?
Auf jeden Fall sollten Sie stillen, die Vorteile des Stillen überwiegen ganz klar dem potentiellen Übertragungsrisiko. Wenn Sie in der Schwangerschaft geimpft oder genesen sind bekommt ihr Kind über die Muttermilch einen guten Nestschutz für die ersten Monate mit auf den Weg.

Soll ich mich in der Stillzeit impfen lassen?
Auf jeden Fall sollten Sie sich in der Stillzeit impfen lassen Wir empfehlen hier die Impfung mit etwas Abstand zur Geburt (2 Wochen). Auch hier profitiert das Kind durch die Antikörper (IgA), die es über die Muttermilch nach Impfung mitbekommt ganz erheblich.

Muss ich aufhören zu Stillen wenn ich in der Stillzeit an COVID erkranke?
Auf keinen Fall, stillen Sie weiter. Halten Sie sich an die Hygieneregeln mit Mundschutz und Desinfektion der Hände beim Umgang mit dem Baby. Jeden Antikörper, den Sie entwickeln geben Sie diese auch weiter an das Baby und schützen es.

Muss ich etwas beachten wenn ich nicht stille und an Covid erkranke?
Auch hier sollten Sie die Hygieneregeln beachten (Mundschutz/Desinfektion der Hände). Aber auch hier ist es wichtig für die gesunde Entwicklung Körperkontakt zum Kind zu haben.

Wie verringere ich mein Risiko an Corona zu erkranken?
Waschen Sie sich häufig und lange genug die Hände, vermeiden Sie alle vermeidbaren Sozialkontakte.
Weitere Tipps finden Sie auch unter:   
Bundesgesundheitsministerium Infos zu Corona
Infektionsschutz
Infektionsschutz - Hygienetipps

Was muss ich bei einer Reise beachten?
Bei einer Reise informieren Sie sich bitte über das Auswärtige Amt tagesaktuell, da sich die Empfehlungen momentan täglich ändern. Grundsätzlich sollte man Abstand von Mitreisenden halten, wenn Sie mit Bus oder Bahn reisen. Klären Sie vor Antritt Ihrer Reise, ob ihre Versicherung die Geburt und Betreuung vom Baby im Ausland mit einschließt.
 
Wie gehe ich vor, wenn ich Kontakt zu einer Corona positiv getesteten Person hatte?
Eine Infektion äußert sich in grippeähnlichen Symptomen wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen, Abgeschlagenheit. Aber auch Kopfschmerzen, Durchfall und Gliederschmerzen können Symptome sein. Solange Sie keine Symptome haben, braucht man nicht auf Corona zu testen. Nach aktuellen Vorgaben sollten sie 14 Tage in häusliche Isolation gehen. Informieren Sie Ihren Frauenarzt und das Gesundheitsamt. Alternativ rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel: 116117). Meiden Sie soziale Kontakte und halten sich an die Vorgaben vom Robert-Koch-Institut.
 
Was passiert, wenn ich positiv auf Corona getestet bin?
Informieren Sie ihren Frauenarzt telefonisch darüber. Wenn Sie nur leichte Symptome haben und keiner Risikogruppe angehören, dann können Sie Zuhause ihren Infekt in Absprache mit Ihrem Hausarzt auskurieren. Haben Sie schwere Symptome, dann wenden Sie sich an die Klinik, in der Schwangerschaft an ein Perinatalzentrum.
 
Wenn sie Symptome haben, Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten oder wissentlich an Corona erkrankt sind, dann melden Sie sich bitte über die 02166 394-2217 bei uns telefonisch an und betreten nicht einfach die Mutter-Kind-Klinik. Wir nehmen Sie dann direkt, unter entsprechenden Schutzvorkehrung, am Eingang der Mutter-Kind-Klinik in Empfang.
 
 
Was heißt die Aufforderung zur Isolation?
Robert-Koch-Institut - Neuartiges zum Coronavirus

Zusammengefasst heißt die Empfehlung:

Nicht zur Schule oder zur Arbeit zu gehen
Keine öffentlichen Verkehrsmittel, bleiben Sie Zuhause, empfangen Sie keinen Besuch
Lüften Sie die Räume regelmäßig
Halten Sie Abstand zu anderen Familienmitgliedern, nutzen Sie keine Sachen gemeinsam (Gläser, Handtücher, Geschirr……) und essen sie zu unterschiedlichen Zeiten
Bitten Sie Ihre Freunde und Nachbarn, Sie mit Lebensmitteln zu versorgen, ohne Kontakt mit Ihnen zu haben.

Kann/Soll ich zum Frauenarzt gehen?
Sie sollten Ihren Frauenarzt telefonisch informieren, dass Sie in Isolation sind. Die allermeisten Vorsorgen lassen sich problemlos um 2 Wochen verschieben, ohne dass Schaden für Mutter oder Kind entsteht. Wenn Sie akute Probleme haben verschieben Sie jedoch nicht den Arztbesuch.
Betreten Sie auf keinen Fall die Praxis oder das Krankenhaus ohne Vorankündigung und entsprechende Vorbereitung.

Wo kann ich mein Kind entbinden, wenn ich eine vermutete oder bestätigte Infektion habe?
Sie sollten auf jeden Fall in einer Klinik entbinden, da eine kontinuierliche Überwachung des Kindes notwendig ist. Eine angeschlossene Kinderklinik ist anzuraten.
Wählen Sie eine Klinik, die sich für Ihren Umkreis auf die Behandlung von Schwangeren vorbereitet hat, meist sind dies die Perinatalzentren.
 
Werde ich in der Klinik getestet?
Wenn Sie stationär aufgenommen werden, führen wir bei Ihnen einen Coronaschnelltest durch. Ihre Begleitperson zur Geburt erhält ebenso einen Schnelltest wenn diese mit in den Kreißsaal geht. Bei einem geplanten Kaiserschnitt führen wir eine PCR-Testung im Vorfeld durch.

Wirkt sich die Infektion auf die Geburt aus?
Eine Infektion wirkt sich nicht grundsätzlich auf die Art der Entbindung aus. Wie bei allen akuten Erkrankungen ist die Entscheidung von Ihrem aktuellen Gesundheitszustand abhängig und wird im Einzelfall entschieden, um für Mutter und Kind den optimalen Weg zu finden.
Es spricht nichts gegen eine PDA, auf die Verwendung von Lachgas muss bei Atemwegsinfektionen verzichtet werden.
 
Bleiben Mutter und Kind zusammen?
Ja, solange kein sehr schwerer Verlauf vorliegt, bleiben Mutter und Kind zusammen. Hygienemaßnahmen sollen und müssen eingehalten werden. Aktuell wird empfohlen einen Mundschutz zu tragen, wenn mit dem Baby
gekuschelt oder gestillt wird.

Kann ich stillen?
Auf jeden Fall sollten Sie stillen, die Vorteile des Stillens überwiegen ganz klar dem des potentiellen Übertragungsrisikos. Sie sollten die Hygienemaßnahmen einhalten und mit Mundschutz stillen.
Sollte die Mutter so schwer erkrankt sein, dass sie nicht selber stillen kann, dann wird zum Abpumpen geraten und auch zum verfüttern an das Kind.
 
Stillen bei Neuinfektion nach der Geburt?
Auch hier sollten Sie auf jeden Fall weiter stillen.

Muss ich beim Füttern von Milchnahrung etwas beachten?
Auch hier sollten sie einen Mundschutz tragen, wenn sie das Baby im Arm haben. Halten Sie sich bitte strikt an die Sterilisationsrichtlininen bei der Flaschenreinigung.
 
Wer darf mich nach der Entbindung besuchen?
Wir haben aufgrund der besonderen Situation eine Ausnahmeregelung für die Geburtshilfe. Ausschließlich die Person, die bei der Geburt dabei war darf zu Besuch kommen. Die Besuchszeit ist auf maximal 4 Stunden beschränkt und sollte mit der Station abgesprochen werden. Das Zeitfenster für Besuche ist zwischen 10:00 und 18:00 Uhr.
 
Quelle: Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), RKI

Kontakt

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt
Klinik für Frauenheilkunde & Geburtshilfe
Hubertusstraße 100
41239 Mönchengladbach
Telefon 02166 394-2201
Telefax 02166 394-2719
E-Mail: frauenklinik@sk-mg.de

Fragen zu Corona & Schwangerschaft

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