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Dekubitus - Was wir vorbeugend machen

Der Dekubitus (Druckgeschwür) ist eine lokal begrenzte Schädigung der Haut und/ oder des darunterliegenden Gewebes, in der Regel über knöchernen Vorsprüngen in Folge von Druck oder von Druck in Kombination mit Scherkräften (wirken auf die Haut, wenn Verschiebungen im Unterhautfettgewebe stattfinden, z.B. beim Rutschen im Bett).

Vielen Menschen zu Hause und im Krankenhaus haben ein erhöhtes Risiko einen Dekubitus zu bekommen. Die Ursachen können sein:

  • Bewegungseinschränkungen
  • Medikamente
  • Durchblutungsstörungen
  • eine Grunderkrankung (z.B. Diabetes)
  • Abwehrschwäche
  • eine länger andauernde Operation
  • akute Lebenskrisen, wo die Lebenserhaltung im Vordergrund stehen und sich ein längeres Liegen und somit ein potenzielles Risiko leider nicht vermeiden lässt

Ziele und Umsetzung der Dekubitusprophylaxe

  • Bereits bei Aufnahme wird bei allen Patient*innen aller Altersgruppen geprüft, ob die Gefahr eines Dekubitus (Druckgeschwüres) besteht.
  • In allen Abteilungen findet während des gesamten Krankenhausaufenthaltes täglich eine neue Beurteilung des festgestellten Risikos statt.
  • Die tägliche Hautinspektion gibt uns Hinweise auf eine mögliche Gefährdung.
  • Dem Fachpersonal stehen als druckverteilende Hilfsmittel Weichlagerungsmatratzen und Wechseldruckmatratzen und als druckentlastende Hilfsmittel spezielle Lagerungskissen zur Verfügung. Unsere elektrischen Krankenhausbetten (Erwachsenenbett) sind standardmäßig mit einer Matratze ausgestattet, die den Anforderungen zur Vorbeugung eines Dekubitus Grad I entspricht.
  • Zum Schutz der Haut stehen eine Auswahl an geeigneten Produkten für die Haut- und Körperpflege zur Verfügung.
  • Die Bewegungsförderung wird durch regelmäßige Mobilisation unterstützt. Auf jeder Station arbeitet mindestens ein Zertifizierter Anwender für Kinaesthetics.
  • Es kann zur Beratung jederzeit eine Ökotrophologin angefordert werden. Den Patient*innen stehen zudem Ernährungsberater zur Seite.
  • Die kontinuierliche Weiterversorgung wird durch die Informationsweitergabe an interne Abteilungen und externe Einrichtungen gewährleisten.
  • Die Patienten und die Angehörigen werden über die Risiken und Folgen eines Dekubitus informiert, beraten und gegebenenfalls angeleitet.
  • Es finden regelmäßige Pflegevisiten zur Qualitätssicherung in der Dekubitusprophylaxe satt.

Für Sie als Angehöriger, Pflegender und Patient zu Hause haben wir ein spezielles Angebot: Wir bieten zum einen regelmäßig Kurse für pflegende Angehörige an und für die praktische Anleitung, die Schulung und Beratung am Krankenbett bzw. in der häuslichen Umgebung, stehen Ihnen neben den Pflegekräften auf der Station auch ausgebildete Pflegetrainer zur Verfügung (siehe auch Familiale Pflege).

Kontakt

Elisabeth-Krankenhaus Rheydt
Hubertusstraße 100
41239 Mönchengladbach
Telefon 02166 394-0
Telefax 02166 394-2701

 

Auszeichnungen & Zertifizierungen

 

Qualitätsbericht (ca. 1,8 MB)

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